Der Holzschnitt 


Beim Holzschnitt stellt der dreidimensionale Druck­stock ein Relief dar, dessen erhabene Teile eingefärbt und gedruckt werden. Alle nicht zu druckenden Teile des Druckstocks müssen weggeschnitten werden.

Wesentliches Charakteristikum des Holzschnitts ist somit die bild­hauerische Bearbeitung des Druckstocks mit Schnitz­werk­zeugen, Qualitäten, die auch im zweidimensionalen Druckbild noch nachklingen. Westliche und fernöstliche Holzschnitttechnik unterscheiden sich am deutlichsten in dem auf die Holzbearbeitung folgenden Druckprozess – während in Europa in der Regel mit Ölfarben, Farbwalzen und Druckpressen gearbeitet wird, basiert der japanische Holzschnitt auf dem Gebrauch von Wasserfarben (Aquarellfarben, Tusche), Druckpinseln und Handabreibern.

Das Wesentliche dieser Technik ist die stimmige Balance zwischen Feuchtigkeit, Farbmenge, Farbintensität und Druck. Das Druckergebnis kann mit Fingerspitzengefühl nuanciert und um malerische, aquarellähnliche Qualitäten bereichert werden. Charakteristisch ist eine leichte, lebendige und tief in das Papier getriebene Farbigkeit, mit der eine für den Holzschnitt ungeahnte Zartheit, aber auch intensive, tiefe Farbtöne erzielt werden können.

Zuerst eingesetzt für den Buch- und Textdruck zwischen 1400 und 1550.

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Der Linolschnitt

Der Linolschnitt ist eine graphische Technik, die im Prinzip dem Holzschnitt gleicht. Für den Linolschnitt wird aus Linolplatte mit speziellen Werkzeugen ein Negativmuster in das normalerweise relativ feste Linol geschnitten. Das Material lässt sich leicht und in jeder Richtung schneiden. Das fertige Negativmuster wird mit Farbe überwälzt und dann auf Papier gedruckt. Dabei wird die an den erhabenen Stellen haftende Farbe auf das Papier übertragen.

Der Linolschnitt eignet sich am besten für großflächige, grobe Motive. Wie der Holschnitt wurde er wegen dieser Eigenschaft vor allem von expressionistischen Künstlern geschätzt, wie zB. Pablo Picasso.

Bevor moderne Satztechniken die maschinelle Gestaltung großflächiger Schriftzüge ermöglichten, wurde er auch von Schriftsetzern gelegentlich zur Gestaltung von Reklamedrucken und Plakaten eingesetzt.