Jimmi D. Paesler

gehört seit Mitte der 1960er Jahre zu den wenigen “Farbfeldmalern”, die mit illusionistischen Mitteln die Geometrie zum Tanzen bringen. Die Bildarchitektur verfolgt ein verwandtes, doch immer wieder variiertes Prinzip:
Aus der Hintergrundfläche heraus entwickeln die jeweils dominierenden Einzelmotive einen Sog auf den Betrachter, wobei sie sich räumlich ‘zerdehnen’. Paeslers Ansatz fand seit den 60er Jahren viel Beachtung und Anerkennung; so konnte er sich 1967 hinter Gerhard Richter auf dem zweiten Platz des “Kunstpreises Junger Westen” in Recklinghausen platzieren. In fast allen Überblicksdarstellungen jener Jahre ist der Künstler vertreten. In den 70er Jahren malt Paesler in Bremen und anderen deutschen Städten Wandbilder, die international bekannt geworden sind. In dieser Phase erweitert er sein Repertoire um figürliche Motive, wodurch seine Kompositionen an Dynamik gewinnen. Seine Werke bleiben aber Ereignisbilder und Stillleben, die trotz aller optischen Täuschung nicht als eine Camouflage zu verstehen sind.

In ihnen verstecken sich keine inhaltlichen Absichten, sie sind nicht als Metaphern oder imaginierte mythische Räume zu sehen. Sie leben aus dem Gegensatz eines unschwer nachvollziehbaren Bildprozesses, dessen Gehalt assoziationsreich und rational nicht definierbar ist.

Wir verfügen über einige Blätter einer Serie, nummeriert und signiert, die im Shop erworben werden können.

Vita

  • 1942 geboren in Klosterheide / Mark Brandenburg
  • Ab dem 6. Lebensjahr perspektivisches Zeichnen
  • ab 1958 Lehre als Werbemaler
  • ab 1962 Studium der Malerei an der der Kunstschule Bremen
  • 1972 Kunstpreis “Junger Westen” Recklinghausen
  • 1973 “Wilhelm Morgner Preis” der Stadt Soest
  • ab 1973 Ausstellungsstopp, Realisierung von Wandbildern und Lehraufträge Uni Bremen,VHS Bremen
  • 1976 Erstes großes Wandbild “Geldbunker” in Bremen-Woltmershausen
  • 1978 Wandbild “Hervorragende Bremer Fenster” Böttcherstraße Bremen
  • 1980 Wandbild “Frankensteins Rache” Bremen-Huchting
  • 1981 Wandbild “Kampftauben” Schlachthof Bremen
  • 1982 Wandbild “Freiheit der Hasen” Bremen-Huchting
  • 1990 Wandbild “Kohle Kohle” Ibbenbüren
  • ab 2001 Kulturarbeit in der JVA Oslebshausen, Bremen Atelierarbeit, Ausstellungen und Gestaltungsaktivitäten
  • 2000 Innengestaltung Vitalzentrum Kurt-Schumacher Allee Bremen
  • 2010 Fassade Atelier-Haus Wulwesstraße 2 in Bremen
  • 2013 Ausstellung NWWK Worpswede
  • 2014 Ausstellung mit Hans J. Müller Galerie Mönch, Bremen
  • 2014 Außengestaltung neue Mauer der JVA Bremen-Oslebshausen
  • 2015 Ausstellung Omnilab-Galerie Bremen
  • 2015 Ausstellung Galerie Kulturboden, Scharnebeck/Lüneburg
  • 2016 Außenwand UNION-Brauerei Bremen -Walle
  • 2017 Ausstellung Speicher-Halle Klinckrath, Überseestadt Bremen
  • 2018 Im Rahmen der Einzelausstellung anlässlich 800-Jahre-Worpswede Aufstellung einer Figurengruppe aus Beton in der Bergstrasse Worpswede als feste Außeninstallation.