Conrad Felixmüller

1897 Dresden – Berlin 1977

Selbstbildnis.

Selbstbildnis. 1919. Holzschnitt. Söhn 189 b (von b). Söhn HDO 108-17. Im Stock monogrammiert und mit der Werknummer “121” bezeichnet. Verso typografisch bezeichnet. Auf Maschinenbütten. 24 : 17 cm (9,4 : 6,6 in). Bl. 24 der Publikation “Deutsche Graphiker der Gegenwart”, hrsg. von Kurt Pfister, erschienen im Verlag Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1920

Holzschnitt auf Bütten. (1919). Ca. 24 : 17 cm (Blattgröße ca. 32 : 24,5 cm).

Söhn 189 b; Söhn HDO 108-17. Aus Kurt Pfister „Deutsche Graphiker der Gegenwart“. Verso mit typographischer Bezeichnung. Mit dem Sammlerstempel „EHA“.  Die linke und untere Blattkante mit Spuren von Insektenfraß, die linke untere Ecke mit kleinen Fehlstellen. Schutz-Folie an den Ecken mit Klebstoff aufgelegt.

Conrad Felixmüller (eigentlich Conrad Felix Müller; * 21. Mai 1897 in Dresden; † 24. März 1977 in Berlin-Zehlendorf) war ein Maler des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit.

 

 

 

 

 

 

 

    1 Leben und Wirken

        1.1 Expressionistische Anfänge

        1.2 Sachlich-realistische Phase

        1.3 Verfemung

        1.4 Rehabilitierung

        1.5 Privates

    2 Werke (Auswahl)

    3 Auszeichnungen

    4 Ausstellungen

    5 Kataloge

    6 Literatur

    7 Weblinks

    8 Einzelnachweise

 

Leben und Wirken

Hubert Rüther: Conrad Felixmüller

Conrad Felixmüller (rechts) und Max Schwimmer (1950)

Gedenktafel am Haus Kösterstraße 3, in Berlin-Zehlendorf

Gedenktafel am Haus, Rönnestraße 18, in Berlin-Charlottenburg

Tafel am Haus von Conrad Felixmüller in Tautenhain

Conrad Felixmüller war der Sohn des Dresdner Fabrikschmiedes Ernst Emil Müller und dessen Ehefrau Maria Carolina. Er wuchs als Conrad Felix Müller auf. Auf Anraten eines Kunsthändlers nahm er 1924 den Künstlernamen „Felixmüller“ an.

Expressionistische Anfänge

Nachdem er 1911 ein Musikstudium aufgegeben hatte, begann er im Herbst 1912 ein Studium an der Dresdner Kunstakademie. Im darauf folgenden Jahr entwickelte sich eine intensive Freundschaft zu Peter August Böckstiegel, der 1919 Conrads Schwester Hanna Müller heiratete. 1914 wurde er Meisterschüler von Carl Bantzer. Seine grafischen Techniken Holzschnitt, Kupfer- und Stahlstich sowie Radierung eignete sich Felixmüller autodidaktisch an.

Bereits 1915 machte er sich als freischaffender Künstler selbständig und stellte 1916 in der Galerie Sturm (Berlin) und 1917 in der Galerie Hans Goltz (München) aus. Im Jahr 1917 verweigerte er den Militärdienst und wurde als Krankenwärter zwangsverpflichtet. Ab 1918 wurde er zwei Jahre durch den Wiesbadener Kunstsammler Heinrich Kirchhoff finanziell gefördert. In dieser Zeit hielt er engen Kontakt nach Wiesbaden, wo er sich wiederholt aufhielt und sein Werk Familienbildnis Kirchhoff (1920; heute Museum Wiesbaden) entstand. 1919 wurde er Gründungsmitglied und Präsident der Dresdner Sezession Gruppe 1919 mit Lasar Segall, Otto Dix und Otto Griebel und Mitglied der Novembergruppe. Von 1919 bis 1924 war er Mitglied in der KPD.[1]

Sachlich-realistische Phase

Er verfasste Bildbeiträge für die linken Zeitschriften Die Aktion und Menschen, stellte das Leben der Menschen im Ruhrgebiet in Bildern dar. 1928 gewann er den Großen Preis des Sächsischen Kunstvereins (Dresden) und stellte 1929 in der Berliner Galerie Gurlitt aus.

Verfemung

Zum Förderer in der Zeit des Nationalsozialismus wurde Hanns-Conon von der Gabelentz. Im Jahr 1933 wurden seine Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in Dresden geächtet. Im Jahr 1934 zog er nach Berlin-Charlottenburg. 1936 waren rund 40 seiner Werke Teil der nationalsozialistischen Ausstellung „Entartete Kunst“, Felixmüller wurde aus dem Verein Berliner Künstler ausgeschlossen. Im Jahr 1937 wurden seine Bilder aus allen öffentlichen Sammlungen entfernt. Die Nationalsozialisten vernichteten zwischen 1938 und 1939 insgesamt 151 seiner Werke. 2012 tauchte beim Schwabinger Kunstfund ein Aquarell „Paar in Landschaft“ (1924) auf.[2] Im Jahr 1941 verlegte er seinen Wohnsitz wegen der drohenden Bombardierung nach Darmsdorf. Sein Berliner Domizil wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, und er zog 1944 nach Tautenhain bei Leipzig. Nach kurzem Kriegsdienst (1944/45) kam er 1945 in Sowjetische Kriegsgefangenschaft.[3]

Rehabilitierung

Im Jahr 1949 wurde Felixmüller zum Professor an der Pädagogischen Fakultät der Universität Halle berufen. Hier lehrte er bis 1961 und ging nach seiner Emeritierung wieder zurück nach Berlin-Köpenick. Im Jahr 1967 siedelte er aus der DDR nach Berlin-Zehlendorf (West-Berlin) über, wo er, nur wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag, am 24. März 1977 starb.

Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Zehlendorf.[4] Am Grabstein befindet sich eine Relieftafel, die den Künstler an der Staffelei zeigt. Geschaffen hat sie der Bildhauer Heinz Spilker. Auf Beschluss des Berliner Senats ist die letzte Ruhestätte von Conrad Felixmüller (Feld 019/293-4) seit 2001 als Ehrengrab des Landes Berlin gewidmet. Die Widmung ist vorläufig auf den üblichen Zeitraum von zwanzig Jahren befristet.[5]

Conrad Felixmüller war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[6]

Privates

Das Ehrengrab von Conrad Felixmüller auf dem Friedhof Zehlendorf

Felixmüller heiratete 1918 Londa Freiin von Berg (1896–1979). Aus der Ehe gingen zwei Söhne (Lukas Felix Müller, Titus) hervor.

Werke (Auswahl)

Felixmüllers Gesamtwerk umfasst etwa 2.500 Arbeiten aus Malerei, Zeichnung und Graphik. In seinen Werken bildet der Mensch das Hauptmotiv. Felixmüller verstand sich als sozialkritischer Expressionist, seine Bilder spiegeln kraftvoll Szenen des täglichen Lebens wider. Charakteristisches Merkmal seiner Darstellungen waren die hervorgehobene Stirn und die großformatigen Augen. Felixmüllers Werke spiegeln eine äußerst individuelle Prägung des Expressiven Realismus wider.[7] Im Laufe der 1920er-Jahre wendet er sich zunehmend Motiven aus dem familiären Umfeld zu. Felixmüllers auch künstlerisch bedeutender schriftlicher Nachlass liegt seit 1980 im Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg.

    1920: Raoul Hausmann, Lindenau-Museum Altenburg

    1924: Titus im Herbstwald, Privatbesitz

    1926: Luca im Papierhut, Privatbesitz

    1927: Selbstbildnis mit Frau, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf

    1927: Hochofenarbeiter, Deutsches Historisches Museum, Berlin

    1928: Zeitungsjunge, Lindenau-Museum Altenburg

    1951/52: Emporenbilder in der Jacobuskirche zu Tautenhain[8]

 

Auszeichnungen

    1920: Sächsischer Staatspreis (Rompreis) für das Frauenbild Schwangere im Herbstwald

    1928: Großer Preis für Malerei des Sächsischen Kunstvereins für das Bild Liebespaar von Dresden

    1931: Sächsischer Staatspreis für Malerei

Ausstellungen

Seine Werke wurden bereits zu Lebzeiten in zahlreichen Ausstellungen in beiden Teilen Deutschlands als auch im Ausland gezeigt.

    Aquarelle und Zeichnungen zur Bergarbeiterthematik. Kronprinzenpalais (Berlin); 1922.

    Felixmüller Böckstiegel Arbeitswelten. Kunsthalle Bielefeld; 4. Februar bis 13. Mai 2007

    Conrad Felixmüller. Zwischen Kunst und Politik. Museum Gunzenhauser, Kunstsammlungen Chemnitz; 25. November 2012 bis 7. April 2013, danach Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen und Ernst-Barlach-Haus, Hamburg.

    Conrad Felixmüller – Werke aus dem Besitz von Peter August Böckstiegel. Peter-August-Böckstiegel-Haus Werther (Westf.); 7. April bis 28. Juli 2013

    Conrad Felixmüller – Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Haus Opherdicke. 59439 Holzwickede; bis 26. Februar 2017

Kataloge

    Emilio Bertonati: Neue Sachlichkeit in Deutschland. Herrsching 1988, ISBN 3-88199-447-5.

    Jutta Hülsewig-Johnen: Conrad Felixmüller – Peter August Böckstiegel: Arbeitswelten. Dresden/Bielefeld 2006/07, ISBN 3-87909-900-6.

    Ulrich Krempel (Hrsg.): Conrad Felixmüller: die Dresdner Jahre, 1910–1934. Ausstellung in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden und im Sprengel-Museum Hannover, Köln 1997.

    Ingrid Mössinger und Thomas Bauer-Friedrich (Hrsg.): Conrad Felixmüler. Zwischen Kunst und Politik. Textbeiträge von Thomas Bauer-Friedrich, Katharina Heider, Jutta Penndorf und Barbara Wiegand-Stempel. Kunstsammlungen Chemnitz, Chemnitz 2013.

 

Literatur

    Hellmuth Heinz: Conrad Felixmüller und Dresden. Zum 75. Geburtstag. In: Sächsische Heimatblätter, Heft 4/1972, S. 156–159

    Wolfgang Maier-Preusker: Buch- und Mappenwerke mit Grafik des Deutschen Expressionismus. Ausstellungskatalog für Hansestadt Wismar 2006.

    Claus Pese: Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, Ostfildern-Ruit 1998 (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd. 2), S. 99–104.

    Gabriele Werner: Conrad Felixmüller: Liebespaar vor Dresden; anlässlich der Ausstellung „Conrad Felixmüller. Die Dresdner Jahre“ vom 13. Juli bis 7. September 1997 im Albertinum, In: Dresdner Kunstblätter, 41.1997, S. 130–134

    Heinz Spielmann (Hrsg.): Conrad Felixmüller: Monographie und Werkverzeichnis der Gemälde. Köln 1996

    Gerhart Söhn (Hrsg.): Conrad Felixmüller. Das Graphische Werk 1912 – 1977. Düsseldorf, 1987

    Dieter Gleisberg: Felixmüller, Conrad. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.

    Conrad Felixmüller. In: Birgit Dalbajewa (Hrsg.): Neue Sachlichkeit in Dresden. Sandstein Verlag, Dresden 2011, ISBN 978-3-942422-57-4, S. 204–207.

 

Weblinks

 Commons: Conrad Felixmüller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Literatur von und über Conrad Felixmüller im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

    Conrad Felixmüller: Selbstbildnis 1916; Kunstwerk des Monats Juni 2000. (PDF) Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster

    Biografie und Werke

Einzelnachweise

Ernst Barlach Haus (Hrsg.): Conrad Felixmüller »Glückseligkeit und Kampfesmut«. 13. Oktober 2013 – 2. Februar 2014. (Kurzbeschreibung der Ausstellung) S. 5, 6–7.

Lost Art Staatsanwaltschaft Augsburg

Ernst Barlach Haus (Hrsg.): Conrad Felixmüller »Glückseligkeit und Kampfesmut«. 13. Oktober 2013 – 2. Februar 2014. (Kurzbeschreibung der Ausstellung) S. 4–5, 6–7.

Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 673.

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: November 2018) (PDF, 413 kB), S. 20 (Zugriff am 17. März 2019). Vorlage – zur Kenntnisnahme – über die Anerkennung und weitere Erhaltung von Grabstätten namhafter und verdienter Persönlichkeiten als Ehrengrabstätten Berlins. Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache 14/1607 vom 1. November 2001, S. 1 (Zugriff am 17. März 2019).

kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Felixmüller, Conrad (abgerufen am 6. April 2018)

Rainer Zimmermann: Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation, Hirmer, München 1994, S. 368.

Jacobuskirche zu Tautenhain

Conrad Felix Müller, der sich später Felixmüller nannte, gehört zur zweiten Generation der Dresdner Expressionisten. Schon die Expressionisten der ersten Stunde wie Erich Heckel und Ludwig Kirchner arbeiteten bevorzugt in Holzschnitt, einer Technik, die eine archaische Ausdrucksweise begünstigt.

Bei Conrad Felixmüller zeigt sich dieses Archaische ins Erzählerische domestiziert. Es wird geschildert, was zu schildern ist: eine alltägliche Wirtshausszene mit einem Liebespaar, einem weiteren Gast und der Wirtin. Felixmüller beobachtet das ‘Normale’ aus dem Geist der Neuen Sachlichkeit der Zwanziger Jahre – eine künstlerische Haltung, die nach den aufwühlenden Katastrophen des Krieges dem Bedürfnis nach Beruhigung entsprach.

Conrad Felixmüller hatte 1952 eine Serie von Holzschnitten mit dem Titel “Ich sah und schnitt im Holz” herausgegeben. Die Serie mit dem Untertitel “40 Szenen zu Themen der Zeit” war zwischen 1947 und 1951 entstanden. Diese Wirtshausszene trägt die Nummer 21. Erstaunlicherweise hat der Künstler das Blatt sogar mit

Conrad Felixmüller zählte zu den berühmtesten Malern des frühen 20. Jahrhunderts; mit seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsansichten leistete er bedeutende Beiträge zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit.

Conrad Felixmüller – Studium und Debüt als freier Maler in Dresden

Conrad Felixmüller wurde am 21. Mai 1897 als Conrad Felix Müller in Dresden geboren; seinen Künstlernamen legte er sich erst 1924 auf die Empfehlung eines Kunsthändlers hin bei. Schon früh erwachte das Interesse an musischer Betätigung; das zunächst begonnene Musikstudium erwies sich jedoch als Irrweg, der 1911 mit dem Wechsel an die private Malschule von Ferdinand Dosch korrigiert wurde. 1912 schrieb er sich zudem an der Dresdner Kunstakademie ein, wo er die Klasse von Carl Bantzer besuchte und 1914 zu dessen Meisterschüler aufstieg. In dieser Zeit befreundete sich Conrad Felixmüller eng mit Peter August Böckstiegel, der 1919 durch die Heirat mit Hanna Müller auch sein Schwager wurde. Neben dem ordentlichen Studium der Malerei eignete sich Felixmüller außerdem Kenntnisse in der Radierung, dem Kupfer- und Stahlstich sowie dem Holzschnitt als Autodidakt an. Mit dem Abschluss der Akademie im Jahr 1915 wagte Conrad Felixmüller sofort den Schritt in die Selbstständigkeit und reüssierte als freier Maler in Dresden.

Wirtschaftliche und künstlerische Erfolge als Expressionist

 

Conrad Felixmüller hielt sich häufig in Berlin auf, wo er gern im Atelier von Ludwig Meidner malte und dabei zahlreiche Kontakte zu expressionistischen Künstlern knüpfte – darunter Maler wie Literaten. Finanziell bewegte sich Felixmüller auf vergleichsweise festem Terrain; sein Vertrauensmann Emil Richter sorgte zuverlässig für einen einträglichen Verkauf der jüngsten Bilder. In seinem Malstil stand Conrad Felixmüller der Künstlergruppe Die Brücke nahe; seine Werke konnte er sowohl bei Herwarth Walden in dessen berühmter Galerie Der Sturm präsentieren als auch bei Hans Goltz in München. Weil er 1917 den Militärdienst verweigerte, wurde er als Krankenwärter zwangsverpflichtet. 1918 heiratete er Londa von Berg, die noch im selben Jahr den gemeinsamen Sohn Lukas Felix Müller zur Welt brachte. Finanziell profitierte Conrad Felixmüller von der Förderung durch den Wiesbadener Kunstsammler Heinrich Kirchhoff, für den er 1920 das Familienbildnis Kirchhoff schuf. Ein Jahr zuvor hatte er mit seinem Freund und Schwager Böckstiegel sowie Otto Dix, Otto Griebel und Lasar Segall die Dresdner Sezession Gruppe 1919 gegründet.

Neue Sachlichkeit und Verfemung im Nationalsozialismus

 

Conrad Felixmüller befand sich als Künstler lange auf der Suche nach einem ihm entsprechenden Sujet, fand aber über verschiedene Experimente immer wieder zum Menschen, den er zunehmend in der für ich charakteristischen Weise mit großen Augen und einer exponierten Stirn malte. Mitte der 1920er-Jahre begann seine Entwicklung zu einem realistischen Stil, der ihn schließlich zur Neuen Sachlichkeit führte. Dieser Malweise blieb er bis zum Ende seines Lebens treu. Nicht zuletzt mit seinen sinnlich-üppigen Skulpturen erregte er schließlich das Missfallen der Nationalsozialisten, die seiner Kunst ihr gefürchtetes Femeurteil entartet entgegenschleuderten und den Künstler mit einem Ausstellungsverbot belegten. Felixmüller wurde wieder zum Kriegsdienst gezwungen und geriet zeitweise sogar in sowjetische Gefangenschaft; er überlebte und konnte nach seiner Heimkehr auch international wieder an frühere Erfolge anknüpfen; von 1949 bis 1962 übte er zudem einen Lehrauftrag in Halle aus.

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