Der 1950 in Kolberg geborene Künstler lebt und arbeitet in Lübstorf am Schweriner See. Eigentlich kommt er aus der Malerei. Doch die Fläche reichte ihm irgendwann nicht mehr aus. Seine zeichnerischen und malerischen Arbeiten wurden körperlich. Nach einem Bruch in seinem künstlerischen Schaffen, in den Jahren 1986/1987 orientierte sich Dettmann neu. Während Maler einen Strich mit dem Pinsel malen, benutzt Udo Dettmann Schnüre, wie bei seiner Installation „Kastor und Pollux III“ zu sehen. Eine andere Form in den Raum zu gehen, bilden seine Boxen und Kästen, zu denen er ein Pendant aufstellt, die sich von einem Betrachtungspunkt gleichen. Geht man um das Werk herum, verschwindet dieser Zusammenhang jedoch. Durch die Bewegung entstehen Geräusche, ein Kunstwerk also, das nicht nur den Sehsinn anspricht.

Kastor und Pollux ist ein Objekt das für den Rostocker Kunstpreis 2011 vorgeschlagen war, den Udo Dettmann dann mit den Künstlern des Schweriner “Dezernat 5” gewann. Das hier vorgestellte Objekt “Big Bang” stammt aus dem Jahr 1993, Öl auf Leinwand und ist 100 x 110 x 23 cm groß.

 

 

Objekte wie “Big Bang”enthielten konzeptionell noch keinen Pendanten.