Anneli (84) und Reinhardt Lau (82) aus Rellingen zeigen Werke bis Ende März im Schlossgefängnis in Barmstedt.

Die Ausbildung zum Reklamemaler begann Reinhard Lau (82) mit 16      Jahren. 1956 startete der Rellinger seine Karriere als Theatermaler an der neu eröffneten Hamburgischen Staatsoper. Bis zu seiner Pensionierung 1995. Rastlos und kreativ ist Lau bis heute: Gemeinsam mit Anneli (84), seiner Frau, sind bis Ende März in der Galerie im Schlossgefängnis von Barmstedt Arbeiten des „Künstlerpaars“ zu sehen.

Die gebürtige Finnin Lau zeigt einen Querschnitt verschiedener Techniken wie Aquarell, Collage, Acryl. Die finnische Natur vor Augen und vor allem die Mystik im Sinn, bringt sie rätselhafte Motive auf die Leinwand, die sich dem Betrachter nicht sofort erschließen. Sie verbindet gern Naturbeobachtungen mit einem Schuss malerischer Epik.

Reinhardt Lau bannt den Herbst in seiner Farbenpracht mit Motiven aus der Region auf die Leinwand. Den atemberaubenden Blickfang über das Wasser zum Schlossgefängnis hin habe er malen müssen, sagte er.

Natur in zarten Tönen ist auf seinen Bildern zu sehen – etwa die Lindenallee und die Kirche in Rellingen. Er kann aber auch farbenkräftig gestalten, wie die Bilder vom Hamburger Hafen als Ölmalerei beweisen. Spannende Schattierungen zeigen seine alten Haushaltsgegenstände, die er auf der Leinwand vor dem Vergessen bewahrt. Sogar eine neue Hamburger Unicef-Karte zeigt ein Bild von ihm. Wie seine Ehefrau, liebt auch er die finnischen Landschaften. „Dort zu malen, bedeutet Therapie und Muße“, sagt Lau.

Die Ausstellung im Schlossgefängnis ist noch bis Ende März mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr zu sehen. Künstlergespräche werden nach Vereinbarung vor Ort angeboten.

– Quelle: https://www.shz.de/8547756 ©2019