Miro Kachel
Miro Kachel

Joan Miró (1893–1983) wird für seine humorvollen, spielerischen Werke der 1920er Jahre und der Nachkriegszeit geschätzt. Die Biografie des Künstlers aus Barcelona zeigt, wie er sich nach schwerer Krankheit entschloss Maler zu werden. Während des Ersten Weltkriegs lernte er emigrierte Künstler aus Paris kennen, wie Francis Picabia 1917. Dies – wie auch der Erfolg von Pablo Picasso – ermutigte ihn 1920 in die Stadt an der Seine zu übersiedeln. Fortan lebte er winters in Paris und kehrte im Sommer nach Spanien zurück. Mirós Werke zeigen seine Suche nach dem Poetischen in der Kunst der Zwischenkriegszeit. Er schloss sich den Surrealisten an, ohne je deren Doktrin gänzlich zu folgen. Nicht das Albtraumhafte, sondern das Traumverlorene interessierte ihn, genauso wie die Redutkion und die Erweiterung der Malerei in die Assemblage.

Die politischen Veränderungen während der 1930er Jahre, allen voran der Spanische Bürgerkrieg 1936, führten zu einer Brutalisierung seiner Kunst. Erst um 1940 gelang Miró mit den Konstallationen wieder der Anschluss an seine malerischen Werke der 20er Jahre. Er entwickelte den charakteristischen Miró-Stern, sowie amorphe Figuren. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Joan Miró weiterhin in Spanien und war unermüdlicher Stachel gegen die Militärdiktatur. Seine Kunst erweiterte er um die Keramik, die bis zu Mirós Lebensende eine essentielle Rolle spielte.

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