Alfred Soder (* 19. Juli 1880 in Basel; † 26. Januar 1957 ebenda) war ein spätromantischer Schweizer Maler und Radierer, der für seine Exlibris-Radierungen bekannt war.

Soder bildete sich nach 1900 u. a. in München bei Ludwig Herterich und Heinrich Zügel «auf dem Gebiet der Graphik» aus. 1914 erhielt er an der Bugra in Leipzig den Grossen Preis für angewandte Graphik. Richard Braungart bezeichnete ihn 1920 als «Träumer, Dichter und Phantasten» sowie als «Lyriker, Idylliker und Romantiker». Bis 1940 lehrte er Lithografie an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel;wo er als sehr streng galt.Danach widmete er sich mehr dem Aquarellieren und erschuf Stillleben in Öl und Pastell.

Soder war von Ludwig Richter beeinflusst und «mit seinen Engeln und Putten, Tieren und Menschen in idyllischer Landschaft ein ausgesprochener Spätromantiker». Othmar Birkner lobte ihn 1970 als «Exlibris-Künstler par excellence», «dessen mehrfarbige Radierungen ‹in ihrer verfeinerten Technik kaum übertroffen› werden». Und gemäss Jules Coulin übertreffen Soders mehrfarbige Radierungen an Zartheit «nicht selten» die Blätter des Jugendstilmalers Heinrich Vogeler.